James Bond 007: Ein Quantum Trost

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"Ein Quantum Trost" knüpft nahtlos an seinen Vorgänger "Casino Royale" an und wird damit zum persönlichsten Abenteuer von 007: Nach Vespers Tod will Bond die Männer finden, die seine große Liebe auf dem Gewissen haben. Fest entschlossen, die Wahrheit aufzudecken, verhören Bond und M Mr. White, der enthüllt, dass die "Quantum" genannte Organisation des rücksichtslosen Geschäftsmannes Dominic Greene, die Vesper erpresst hat, viel komplexer und gefährlicher ist als zunächst angenommen. Inmitten eines Minenfeldes aus Betrug, Mord und Täuschung, verbündet sich Bond mit alten Freunden, um die Wahrheit ans Licht zu bringen. Auf der Suche nach dem Mann, der für den Verrat an Vesper verantwortlich ist, muss 007 der CIA, den Terroristen und sogar M immer einen Schritt voraus sein, um Greenes dunkle Machenschaften aufzudecken und "Quantum" zu stoppen. (RTL)

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Kritiken (14)

Marigold 

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Deutsch Nach einer ruhigen, konzentrierten und vollwertigen Betrachtung des Films erhöhe ich meine Bewertung. Die wichtigste Bemängelung, dass man hier nicht auf Bonds ausgefeiltere Motive eingeht, ist wie weg. Forster hat hier exakt so viel Psychologie hineingepackt, wieviel die Geschichte brauchte, und Bonds inneres Übergangsdilemma im zweiten Plan verdeckt. Einen 007 als Terminator zu bezeichnen, kann wohl lediglich eine Person, die durch die aktuelle Popcornproduktion abgestumpft ist und nicht zwischen den Zeilen lesen kann. Sofern Campbell dem Agenten Ihrer Majestät die Lizenz gegeben hat, zu töten und ein menschliches Inneres auch, so beraubte ihn Forster einer klaren Welt sowie eines Rezepts zur Identifizierung von Gut und Böse. Es ist schade, dass Dominic Greene auf der Leinwand so wenig Platz eingeräumt wird, Amalric ist es gelungen, ihn ohne unnötige Wiedergabe wunderbar darzustellen - nicht mehr wie einen klaren Bösewicht, sondern als Typ, der in einer Welt am schmalen Grat entlang geht, wo keine klaren Grenzen mehr gezogen werden können. Wo man mit den Bösewichten schlafen gehen muss, weil die Guten ausgestorben sind. Und James? Treibt ihn wirklich nur sein Dienst wirklich voran, wie dem auch bei anderen Bonds der Fall ist? Wohl kaum. Aber der Weg der Rache deckt sich ja rein zufällig mit dem reinen Weg mit dem Weg des geringeren Übels zusammen (geringster Trost). Das gut gewählte Duett mit der charismatischen Kurylenko gipfelt in einer doppelten Katharsis - einer der Charaktere findet Rache, der andere findet offenbar sich selbst definitiv wieder. Forster hat jedoch sicherlich keinen Action-Anhängsel zu Casino Royale gedreht, was man allerdings erst nach sorgfältiger Betrachtung zu schätzen wissen wird. Z.B. Das fantastische Zusammenspiel Bond-Mathis oder die süße mütterliche Beziehung zwischen M und 007 beweisen, dass Marc er selbst geblieben ist und es geschafft hat, private Emotionen und Liebe zum Detail in die Geschichte hinein zu bringen. Der Moment, in dem sich der große Weltmensch Bond unter leidenden bolivianischen Farmern befindet, ist großartig, weil er Bonds Pilgerung vom unberührbaren Dandy zum proletarischen Kraftprotz, welcher außer dem Leiden auch die Folgen seines Handelns sowie den Umbruch des sogenannten Guten in der heutigen Welt zu sehen vermag. Es ist jedoch ein trauriges Paradox, dass die wohl am gelungensten konzipierte Bond-Produktion eine solche Summe gekostet hat (merken tut man´s nicht so richtig, weil Forster selbst die effizientesten Actionszenen als ästhetischen Vers mit vielen cleveren Details und präzisem Tempo präsentiert). Ich habe einen eindeutig positiven Eindruck. Quantum Of Solace ist eine Art kammerpsychologischer Actionfilm, der mit unkonventionell "hohen" Ressourcen im Rahmen einer typisch "weniger anspruchsvollen" Handlung arbeitet. Er sieht viel nachdenklicher als wild aus. Schade, dass Forster seine zusätzlichen 20 Minuten nicht zu Gute geschrieben bekam und daher gezwungen war, dem ansonsten sehr sensiblen Ton der Erzählung einen zu drastischen Schnitt aufzuzwingen. Auch dank des Soundtracks, der noch weiter unter die Oberfläche geht und auf effektvolles Donnern pfeift, gebe ich fünf Sterne. Diesen Bondfilm wird sicherlich nicht jeder zu schätzen wissen, jedoch aus meiner Sicht ist dies einer der besten und sicherlich einer der sich am meisten der Gepflogenheiten entledigt. () (weniger) (mehr)

claudel 

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Deutsch Daniel Craig ist der beste Bond, definitiv, Eva Green und Olga Kurylenko sind seine interessantesten weiblichen Gegenparts, und Mads Mikkelsen und Mathieu Amalrice sind die allerbösesten Bösewichte. Vielleicht bin ich voreingenommen, aber Bond-Filme haben mich früher immer abgestoßen, weil sie mir zu blöd waren, doch mit den künstlerischer veranlagten Regisseuren und neuen Schauspielergesichtern bin ich ihnen auf den Geschmack gekommen. Ich hoffe nur, dass die Filme in derselben Linie weiterlaufen werden. Marc Forster belegt, dass er tatsächlich jedes Genre bedienen kann. Für ein noch besseres Erlebnis aber hätte ich Casino Royale sehen sollen, weil ich mich irgendwie im Plot um Vespren verirrt habe. ()

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D.Moore 

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Deutsch Bonds Vendetta ist gelungen. Wegen der chaotischen Action kann ich aber James Bond 007: Ein Quantum Trost keine fünf Sterne geben. Ansonsten bewundere ich das blitzschnelle Tempo des Films, der vom Vorspann bis zum Abspann wie ein gedopter Athlet rast. Es ist ihm egal, ob man mit ihm mithalten kann oder nicht. Die besten Szenen kommen wie in James Bond 007 - Casino Royale gleich am Anfang (die Autoverfolgungsjagd und das Rennen auf den Dächern). "Langeweile" ist aber das letzte Wort, das mir im Zusammenhang mit dem Rest von James Bond 007: Ein Quantum Trost einfällt. Das Finale ist großartig. Dasselbe gilt auch für die Szene mit den Flugzeugen. Craig hat bestätigt, dass man für die Rolle des neuen Agenten 007 keinen besseren Schauspieler hätte finden können. Ich hoffe, dass er noch viele James-Bond-Filme drehen wird. ()

POMO 

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Deutsch Der 22. James-Bond-Film sollte eine durch Rache angetriebene, wilde, ja sogar wütende Vollendung von James Bond 007 - Casino Royale sein – das Drehbuch und seine Exposition des Agenten 007 sind ein eindeutiger Beweis. Die Produzenten haben sich für einen Arthouse-Regisseur entschieden, der James Bond 007 - Casino Royale alle starken Gliedmaßen amputiert und an ihre Stelle Blumen arrangiert hat. In dem Film gibt es keine ausgezeichneten Actionszenen, es fehlen das Auto von Bond, der tolle Vorspann und die interessanten Schauplätze. Die Schufte haben mich an Negativgestalten in den Filmen von Pasolini erinnert. Das Einzige, was aus James Bond 007: Ein Quantum Trost einen James-Bond-Film macht, was ihn zusammenhält und was ihm den dritten Stern in meiner Bewertung gebracht hat, ist der ausgezeichnete Daniel Craig (Olga Kurylenko ist angenehm, sie ist aber trotzdem nur eine weibliche Ergänzung der Bond-Welt). Nach einer sehr langen Zeit hat in mir ein James-Bond-Film kein Gefühl der heldenhaften Aufmunterung hervorgerufen, die ich als kleiner Junge nach Actionfilmen gespürt habe. ()

Lima 

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Englisch I’d say that the traditional martini is a thing of the past for the new Bond, Craig looks more like someone who sips energy drinks. When we left the cinema my friend said: “Mate, didn’t we make a mistake? Wasn’t this Hulk by any chance?“ We didn't, but the fact is that Bond's casualness, elegance, wit, insight and typical ironic puns have probably gone down the drain with the dashing Craig. To make an animal analogy, Bond has always been something of an easy-going German shepherd for me (with the exception of Dalton), while Craig's Bond is a purebred brawling pit bull. I'm not complaining, just stating dryly, but I'm not really enjoying this newly set Bond universe. That said, it was a pretty decent action flick. ()

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